Grund- und Mittelschule Velden

Unser Logo - und wie es dazu kam

"Eule der Weisheit" - Kunstwerk von Prof. Georg Brenninger
"Eule der Weisheit" - Exponat aus dem Brenninger-Freilichtmusem in Velden

Die heutige Grund- und Mittelschule Schule liegt in jener Straße, in der einst das Werken und Wirken des später berühmt gewordenen Künstlers → Georg Brenninger begann und die deshalb seinen Namen trägt. Im „blauen“ Schulgebäude hatte "Schorsch" Brenninger die damals üblichen sieben Schuljahre verbracht.

Viele Jahre später schuf Prof. Georg Brenninger die "Eule der Weisheit", sitzend auf einer Weltkugel, die neben der "Taube" eines seiner wichtigsten Werke mit großer Symbolkraft ist. Die Eule überlies der Künstler in Verbundenheit mit dem Ursprungsort seines Schaffens dem Markt Velden. Nichts lag also näher, als für das Werk den Platz vor der Schule zu wählen. Als Werkstück gibt es die Eule der Weisheit von Prof. Brenninger zweimal. In Miniaturausführung aus Bronze in 7 cm Höhe wurde das kleine Kunstwerk im Jahr 2014 Sophie Kratzer, einer ehemaligen Veldener Schülerin, für ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen überreicht.

Die Kunst Brenningers diente Jahres später, nachdem die Eule ihren Platz vor der Schule gefunden hatte, dem Rektor Manfred Merkel auf der Suche nach einem Logo als Inspiration - und würdige Erinnerung an das gegenüber liegende Standbild des Künstlerfürsten.

Der Überlieferung zufolge soll Athene, die griechische Göttin der Weisheit, stets mit einer Eule als Begleiterin unterwegs gewesen sein. Dieser Gedanke wurde Mitte der 2000er Jahre mit der Wahl der Eule als Logo der Schule übernommen. Seither zwinkert den ABC-Schützen auf ihren blauen Büchertaschen eine weiße Eule zu und will damit sagen, dass das Tier mit den großen Augen auch in der Dunkelheit sehen kann. Zwischenzeitlich ist die Eule als Schul-Logo nicht mehr wegzudenken und ziert auch die Schul-T-Shirts, die vom Förderverein der Schule vertrieben werden.

Logo der Grund- und Mittelschule Velden mit Eule

Eule gebacken - eine Veldener Spezialität

Doch damit nicht genug. Im Rahmen einer Praxisaufgabe zwischen den Klassen 7-9 wurde die Produktion von Lebkuchen mit einem handgefertigten Ausstecher-Unikat angestrebt und das Fachwissen von einigen Veldener Betrieben angefragt. Der Ausstecher aus Edelstahl wurde nach Beratung mit dem vormaligen Metallbauer Josef Strobl, „dem Schmied aus See“ gemacht. Erforderlich war hierfür die Anfertigung einer Spezialzange, die der 86-jährige in langer Arbeit vollenden konnte. Die Stunden für diese Arbeit hat er nicht gezählt, „aber es waren viele“ berichtete er den Jungen aus der 7. Klasse bei einem Besuch. Schließlich gelang es, das Bild der Eule in eine kompakte Umrissform zu bringen.

Mit der handgearbeiteten Form der Jüngeren arbeiteten die Kinder der Klassen 8/9 in Soziales weiter. Schon bald war aus der nüchternen Schulküche eine Weihnachtsbäckerei entstanden, in der es nach Lebkuchengewürz duftete. Nach einem alten Original Veldener Bäckerrezept wurde unter der Leitung von Fachlehrerin Andrea Grad Lebkuchenteig aus Biomehl geknetet, gebacken und von den Mädchen liebevoll mit Zuckerguss verziert; die Lehrer der siebten Klasse, Roland Regahl und Sibylle Wallner, kümmerten sich um die weitere Organisation.

In Zusammenarbeit mit Joseph Schuster, dem ortskundigen Heimatliebhaber konnten Informationen über die Eule erfragt und gebündelt werden. Die in der Manufaktur liebevoll produzierten Unikate der Brenninger-Eule wurden auf dem Veldener Weihnachtsmarkts in einer limitierten Auflage von 120 Stück verkauft - so viele Schüler zählte die Mittelschule zu diesem Zeitpunkt.

Quelle: Presseartikel von Joseph Schuster

Der Schmied vom See, Josef Strobl, Senior hat die alten Techniken noch parat, Foto: Joseph Schuster
Der Schmied vom See, Josef Strobl, Senior hat die alten Techniken noch parat, Foto: Joseph Schuster
Viel Heimatverbundenheit steckt im neuen 80g-Lebkuchen, Foto: Joseph Schuster
Viel Heimatverbundenheit steckt im neuen 80g-Lebkuchen, Foto: Joseph Schuster