Grund- und Mittelschule Velden

„Warum in die Ferne schweifen, …?“

von Roland Regahl

Sechste Klasse hatte dreitägigen Aufenthalt im Trachtenzentrum Holzhausen

Ein abwechslungsreiches Programm wartete auf 15 Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse bei ihrem 3- tägigen Schullandheimaufenthalt im nahegelegenen Trachtenkulturzentrum Holzhausen.

Gleich am Montag machte die Klasse zunächst einen Ausflug nach Landshut. Bei interessanten Stadt- und Burgführungen erfuhren die Kinder vieles über die geschichtliche Entwicklung der Stadt und über das Leben im Mittelalter. Besonders gut kam es an, dass auch noch Zeit zum Shoppen blieb.

Am Dienstag durften die Kinder unter der geduldigen Anleitung von Herrn Mayerhofer wie zu Uromas Zeiten im alten Backhaus am Gelände des Trachtenkulturzentrums wohlschmeckende Holzofenbrote backen und dabei alle Tätigkeiten, vom Schüren, Säubern und Befüllen des Ofens bis zur Herstellung und Verarbeitung des Brotteigs, eigenhändig durchführen. Zum Glück ließ am Abend der Regen nach und die heißersehnte Fackelwanderung zur Schrannenkirche konnte durchgeführt werden. Besonders aufregend war dabei die „Solostrecke“, bei der die Kinder ein kurzes Wegstück allein durch den finsteren Wald zurücklegen mussten.

Am Mittwoch betätigten sich die Schülerinnen und Schüler als Naturforscher und mussten Wassergeräusche entschlüsseln. Barfuß oder gestiefelt, mit Keschern und Lupen „bewaffnet“, machte man sich auf die Suche nach „Zeigertieren“, um die Wasserqualität des Haarbachs, der nur wenige Meter am Gelände vorbeifließt, zu ermitteln. Temperatur, pH- Wert, Nitratgehalt, Geruch, Trübung und viele Eintagsfliegenlarven und Bachflohkrebse gaben schließlich einen Hinweis darauf, dass der Bach wenig belastet und der Güteklasse II zuzuordnen ist.

Wenn Zeit war, nutzte man diese zum gemeinsamen Spielen, Musizieren, Singen und Tanzen. Zum „Renner“ entwickelten sich das Kegeln auf der „hauseigenen“ Holzkegelbahn und das bekannte Spiel „Werwolf“, bei dem es darum geht, dass Dorfbewohner (Schüler/innen) durch genaues Beobachten und geschicktes Verhandeln die Werwölfe unter ihnen ausfindig machen, bevor sie von diesen „getötet“ werden. Das Handy blieb drei Tage lang aus- in Holzhausen gibt es kein Netz.

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