Grund- und Mittelschule Velden

Verlängerte Ferien

von Roland Regahl

Erlebnisreiche Tage im Sportcamp Inzell

Vollgepackte Koffer, viele Kinder und gespannte Vorfreude – am ersten Schultag nach den Weihnachtsferien herrschte auf dem Schulhof in Velden quirliges Treiben, als eine hundertköpfige Reisegruppe aus Viert- und Sechstklässlern ins Schullandheim startete. Die Schülerinnen und Schüler und ihre Lehrkräfte genossen in Inzell, wo der Bayerische Landes-Sportverband ein Sportcamp betreibt, vier unbeschwerte und erlebnisreiche Tage in traumhafter Landschaft.

Die Kinder logierten als Hausbesitzer auf Zeit in idyllisch gelegenen Blockhütten, im Hintergrund die verschneiten Chiemgauer Berge, vor den Türen das weitläufige Areal des Sportcamps. Die Tage standen ganz im Zeichen des Wintersports: Ein ultimativer Spaß war das Snowtubing auf der nahegelegenen Kesselalm. Auf Reifen sausten die Schüler den 150 Meter langen Schneekanal hinab – Bremsen und Lenken garantiert unmöglich! Und weil es mit dem Lift wieder ganz bequem nach oben ging, konnte man sich ein paar Minuten ausruhen vor der nächsten rasanten Abfahrt. Auch beim Eislaufen in der Max-Aicher-Arena in Inzell, die zu einer der modernsten Eishallen der Welt zählt, hatten die Kinder viel Vergnügen. Manche standen zum ersten Mal auf Kufen, andere drehten bereits souverän ihre Runden auf dem Eis. Beeindruckend war nicht nur die Architektur der Arena, sondern auch das Training der Profi-Eisschnellläufer verschiedener Nationen, die auf der 400-Meter-Bahn in atemberaubender Geschwindigkeit vorbeiflitzten.

Auch vom Ausflugstag nach Berchtesgaden schwärmten die Kinder. „Natur sehen, hören, fühlen, schmecken“ lautet das Motto des Nationalparkzentrums „Haus der Berge“. Auf einer stetig ansteigenden Wanderung lernten die jungen Besucher die gesamte Bandbreite des Lebens im Nationalpark Berchtesgaden kennen: Die Reise begann am Grund des Königssees und führte über die Lebensräume Wasser, Wald, Almwiesen und Fels bis hinauf zu den Gipfeln der Berchtesgadener Alpen. Im Laufe des „Aufstiegs“ durch die Ausstellungsebenen wechselten die Jahreszeiten und damit auch das Erscheinungsbild der faszinierenden Ausstellung.

Vom „Haus der Berge“ aus ging es weiter ins Salzbergwerk. Eingekleidet in Bergmann-Overalls fuhren die Grund- und Mittelschüler mit der Grubenbahn und einem fröhlichen „Glück auf!“ in den Stollen ein und gelangten so in die geheimnisvolle Welt der Bergleute. Über Treppen und Stege ging es abenteuerlich von einem alten Salzabbauraum in den nächsten. Wer sich traute, der flitzte über zwei lange Bergmannsrutschen in tiefergelegene Höhlen hinab zum unterirdischen Spiegelsee und zu leuchtenden Kristallen.

Die Abende verbrachte man mit einer Nachtwanderung, bei flippigem Tanz in der hauseigenen Disco und einmal bei einem großen „Spiel ohne Grenzen“, an dem alle im Camp anwesenden Schulen teilnahmen. Dabei bewiesen die Veldener Buben der Klasse 6 so viel Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Teamgeist, dass sie bei 19 teilnehmenden Mannschaften am Ende als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgingen, wofür sie mit großem Applaus und einem Präsent belohnt wurden.

So rasant wie das Sportprogramm verlief, verging auch die Woche in Inzell. Die Klassenleiterinnen Susanne Boger(4a), Martina Halser (4b), Miriam Surner (4c), Stefanie Brünjes (6) und die mitgereisten Lehrkräfte Corinna Oestreich, Ulrike Eichner und Walter Kampf könnten noch mehr von ihrer reiselustigen Gruppe erzählen – aber nur so viel sei verraten: Mit ihrer guten Laune und ihrem Humor sorgten die Veldener Schüler für eine fröhlich-ausgelassene Stimmung im Sportcamp Inzell.

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