Grund- und Mittelschule Velden

Silicon Vilstal meets Schule Velden

von Roland Regahl

Projekt kam bei Mittelschülern gut an

Im Rahmen eines freiwilligen Projekts nach Unterrichtsschluss fand kürzlich an zwei Tagen an der Grund- und Mittelschule Velden in Zusammenarbeit mit Silicon Vilstalein ein Workshop statt, der den Schülerinnen und Schülern der 6. und 7. Jahrgangsstufe vor Augen führte, wie spannend und unterhaltsam es sein kann, wenn MINT auf Kultur trifft.

Der Workshop „Mein eigenes Wappen“ entstammt der Reihe „Kulturideenwerkstatt“ von Silicon Vilstal und vereint alte Traditionen und Handwerkskunst mit technischen Aspekten. In Zusammenarbeit mit dem freischaffenden Künstler Peter Herr aus Bogen, der im Zuge seiner „Phantasiewerkstatt Bogen“ bereits ein ähnliches Projekt ins Leben gerufen hat, ist es den Workshop-Leitern gelungen, einen kreativen Ansatz zu schaffen, in dem die Schülerinnen und Schüler durch Teamwork Traditionen und Handwerkskunst spielerisch und mit allen Sinnen entdecken können und gleichzeitig begreifen, wie effizient und präzise die gleichen Arbeitsschritte mit neuen technischen Möglichkeiten, wie zum Beispiel einem Laser Cutter, umgesetzt werden können. Als Ergebnis durften sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops über ein selbst angefertigtes Wappen nach den Regeln der mittelalterlichen Heraldik freuen.

Andrea Finger, die Organisatorin des Workshops, betonte, dass es Silicon Vilstal bei der Gestaltung des Workshops vor allem am Herzen lag, den Schülerinnen und Schülern bei der Begegnung von MINT und Kultur eine kreative Erfahrung zu ermöglichen und den Jugendlichen gleichzeitig zu zeigen, wie diese alten Traditionen in Kombination mit den technischen Möglichkeiten von heute umgesetzt werden können. Auch das nötige fundierte Wissen zur Herkunft und Entstehungsgeschichte der Traditionen wurde den Kindern anschaulich dargelegt. So begann der Workshop mit einer kurzweiligen Einführung in die Heraldik, die mittelalterliche Wappenkunde, mit ihrer Entstehungsgeschichte und ihren charakteristischen Merkmalen. Anschließend durften die Jugendlichen selbst kreativ aktiv werden und skizzierten in einem ersten Schritt Vorlagen, die im weiteren Verlauf des Workshops vergrößert auf Folien übertragen wurden. Ein Schüler der 7. Klasse hatte sogar eine Kopie seines Familienwappens mitgebracht, um es im Zuge des Workshops umzusetzen zu können.

Die aufwändigste und zeitintensivste Arbeit folgte im Anschluss, als die Schülerinnen und Schüler die entstandenen Zeichnungen fein säuberlich ausschneiden mussten, um somit ihre eigenen Schablonen zum Bedrucken der Fahnen herzustellen. Es dauerte nicht lange, bis den Jugendlichen bewusst wurde, dass dieser Arbeitsschritt mit enormer Geduld und Durchhaltevermögen verbunden ist und so manchen kurzzeitig verzweifeln ließ. Umso beeindruckender war es für sie festzustellen, dass die gleiche Arbeit mit technischer Neuerung in nur wenigen Minuten erledigt werden kann.  Alfred Holzinger von Silicon Vilstal demonstrierte den Schülerinnen und Schülern mithilfe eines Laser Cutters anschaulich und schülernah wie effizient und geschickt sich die neue Technik integrieren lässt und wie präzise und schnell das Arbeiten mit ihr möglich ist. Seine Präsentation wurde zwischenzeitlich zum Highlight des Workshops.

Im weiteren Verlauf brachten die Jugendlichen mit Hilfe ihrer selbst angefertigten Schablonen und mit Vorlagen aus dem Laser-Cutter ihre Ideen auf die Stoffe. Dafür wurde ihnen Acryl-Farbe zur Verfügung gestellt und Peter Herr instruierte sie in die Technik des „Stupfens“, eine besondere Maltechnik mit einem Schwamm. Die fertigen Stoffe wurden zum Schluss an Holzstäbe angebracht und mit Kordeln verziert. Als Andenken nahmen die Schülerinnen und Schüler nicht nur stolz ihr selbst angefertigtes Wappen mit nach Hause, sondern auch einen mit dem Laser-Cutter personalisierten Bierdeckel und somit eine Erinnerung daran, wie beeindruckend die Kombination aus MINT und Kultur sein kann.

Sowohl die Workshop-Leiter und die Lehrkräfte als auch die Schülerinnen und Schüler waren sehr begeistert von dem Tag. Am Ende wurden auf Schülerseiten Stimmen laut, die beteuerten, dass ein solches Projekt auf alle Fälle wiederholt werden müsse und für 12- 13-Jährige perfekt geeignet ist, um ihnen Traditionen und Handwerkskunst näher zu bringen.

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