Grund- und Mittelschule Velden

Raus bist Du!

von Roland Regahl

Bewegendes Theaterstück zum Thema Mobbing aufgeführt

Mit Unterstützung der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Landshut, die die Aufführung des Stückes „Raus bist Du!“ des Theaters Eukitea zur Hälfte bezuschusste, erlebten die Fünf- bis Achtklässler der Mittelschule in der Turnhalle eine bewegende Lehrstunde zum Thema „Mobbing“.

Den drei Schauspielern-innen gelang es in der knappen Stunde, den Schülern Erscheinungsformen, Auswirkungen und Lösungsmöglichkeiten von Mobbing eingehend aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht das Schicksal der ehemals beliebten Schülerin Sabrina, die nach einer alltäglichen Begebenheit – sie lässt eines Tages ihre Klassenkameradin Daniela nicht mehr die Mathematikhausaufgabe abschreiben – zum Mobbingopfer wird. Der Klassenlehrer, Herr Wenke, erwischt Daniela und informiert Danielas Eltern, woraufhin die Sechstklässlerin zuhause richtig Ärger bekommt. Als der coole Andy zu einer Geburtstagsfeier einlädt, nutzt sie die Gelegenheit sich zu rächen. „Ich komme nur, wenn Sabrina nicht kommt!“ Als Folge sind alle Kinder der Klasse, mit Ausnahme von Sabrina, zu der Party eingeladen. Ab diesem Zeitpunkt sieht sich das immer verzweifelter werdende Opfer einer zunehmenden Ausgrenzung und Schikanierung ausgesetzt. Es wird ausgelacht, seine Sachen werden verschmiert oder verschwinden, es wird ausgelacht, gedemütigt und sogar geschlagen, sodass alle Erscheinungsformen von Mobbing aufgezeigt werden. Auch die typischen Verhaltensweisen und Gruppenbildungen werden dem jungen Publikum nähergebracht. Denn mit Andy und Christina hat die Hauptakteurin schnell Unterstützer gefunden, die sich an den verschiedenen Aktionen beteiligen oder diese initiieren. Andere Mitschüler spenden als Zuschauer Beifall oder halten sich aus der ganzen Sache heraus – aus Angst selbst Mobbingopfer zu werden. Selbst Johannes gelingt es nicht, seiner Freundin entscheidend zu helfen. So entwickelt sich das Geschehen für Sabrina immer dramatischer: Sie leidet unter Appetitlosigkeit und schlimmen Alpträumen und wird immer öfter krank. Erst als sie sich ihrer Mutter öffnet und diese den Klassenlehrer anruft, wendet sich das Blatt zum Guten. Denn Herrn Wenke gelingt es, den Tätern ohne Schuldzuweisungen ihre Verantwortung aufzuzeigen und gemeinsam mit ihnen Lösungsstrategien zu entwickeln, sodass Sabrina am Ende wieder in die Klassengemeinschaft aufgenommen wird.

Erzählt wird die Geschichte von drei Clowns, die mit ihrer komischen Art auch für Schmunzeln und Lachen sorgen. Den drei Akteuren gelingt es, durch den häufigen Wechsel von Accessoires in nicht weniger als sechzehn Rollen zu schlüpfen und damit zu verdeutlichen, dass Mobbing immer ein Gruppenphänomen ist. So hat das Stück die Schüler tief bewegt und zugleich Mut gemacht.

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