Grund- und Mittelschule Velden

Mit dem Kollegium in den Ruhestand gefahren

von Roland Regahl

Nach 36 Dienstjahren und 20-jährigem Wirken an der Grund- und Mittelschule Velden tritt Lehrer Roland Regahl zum Ende des Schuljahres in den wohlverdienten Ruhestand ein. In seiner Funktion als „Vergnügungswart“ des Veldener Lehrerkollegiums plante er in dieser Zeit zahlreiche Lehrerausflüge und sorgte durch eine perfekte Organisation stets dafür, dass neben der Kultur die Kulinarik und Geselligkeit nicht zu kurz kamen. Nun - anlässlich der bevorstehenden Pensionierung - überraschten ihn seine Kolleginnen und Kollegen der Veldener Schule mit einem gemeinsamen Ausflug. Ziel der Fahrt war die malerische Fraueninsel im Chiemsee.

Von Gstadt aus ging es mit dem Schiff nach Frauenchiemsee. Von weitem zu sehen war der freistehende achteckige Münsterturm, das Wahrzeichen der Insel. Zunächst als Wehrturm errichtet, erhielt er im 13./14. Jahrhundert seine Glocken. Das Münster, heute eine dreischiffige Basilika, gehört zu den ältesten kirchlichen Großbauten im süddeutschen Raum. Fundament und Grundmauern stammen aus karolingischer Epoche im 8. Jahrhundert. Von den Treppen der gotischen Vorhalle aus konnte die Reisegruppe das romanische Portal mit seinem verwitterten Sandsteintympanon betrachten. Die reiche Ausstattung im Inneren mit den Altären, die frühromanischen Fresken und die lebendige Führung durch Mesnerin Irmengard Fleidl begeisterte die Lehrkräfte. Nach einem Rundgang über die Insel begab man sich wieder aufs Schiff und fuhr anschließend mit dem Bus nach Höslwang. Im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ verabschiedete das Kollegium Roland Regahl musikalisch. Der Lehrerchor hatte sich einiges einfallen lassen und das Lied von Wolfgang Ambros „Die Blume aus dem Gemeindebau“ neu getextet. Pointiert und mit einem Augenzwinkern sangen die Lehrer über ihren scheidenden Kollegen als „Coolster aus unserem Veldener Bau“.

Als Geschenk überreichte das Kollegium „Eine Tüte Urlaub“, dankte Roland Regahl für sein engagiertes Wirken und wünschte ihm alles erdenklich Gute für den neuen Lebensabschnitt, vor allem beste Gesundheit. „Auf Wiederseh‘n, auf Wiederseh‘n, bleib nicht für immer fort. Denn ohne dich ist’s halb so schön, darauf hast du mein Wort“, sang der Lehrerchor frei nach dem Lied von Rudi Schuricke. „Servus, Roland“ sagten die Kollegen auch auf ihren T-Shirts, die sie zu diesem Anlass getragen hatten. Sichtlich gerührt bedankte sich Roland Regahl bei den Anwesenden. „Ich wart ein super Kollegium und ich habe meinen Beruf nie als Job aufgefasst, sondern mir waren die Schüler wichtig. Die wichtigste Voraussetzung für den Beruf des Lehrers ist, dass man die Kinder mag“.

Seit dem Schuljahr 2002/2003 unterrichtete Roland Regahl an der Veldener Schule und war als Klassenleiter vor allem in den Jahrgangsstufen sieben bis neun eingesetzt. Als Lehrkraft dieser Altersgruppe begleitete er einen wichtigen Abschnitt in der Schullaufbahn seiner Schülerinnen und Schüler: den Übergang vom Schul- ins Berufsleben. Er hatte stets ein offenes Ohr für die Jugendlichen, für ihre großen und kleinen Probleme und es war ihm immer wichtig, dass im Unterricht neben der Vermittlung von Wissen auch eine Portion Humor und Lockerheit nicht zu kurz kamen. Wie sehr ihn seine Schüler schätzten, zeigt die Tatsache, dass er von den Klassensprechern der Mittelschule wiederholt zum Verbindungslehrer gewählt worden war. Herr Regahl organisierte für seine Schüler Praktika, Abschlussfahrten nach Berlin, Schullandheimaufenthalte in Lungötz sowie Musicalfahrten. Das Fach Informatik, seine Leidenschaft, hat er ihnen mit viel pädagogischem Geschick nähergebracht. Roland Regahl betreute auch die Homepage der Schule und berichtete in der Vilsbiburger Zeitung regelmäßig über das Veldener Schulleben.

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