Grund- und Mittelschule Velden

Engagierten und beliebten Pädagogen verabschiedet

von Roland Regahl

Walter Kampf verlässt nach 27 Jahren die Veldener Schule

Kürzlich wurde mit Walter Kampf ein engagierter und allseits beliebter Lehrer der Grund- und Mittelschule Velden verabschiedet. Das Kollegium hatte sich mit einigen Einlagen sehr viel Mühe gegeben und Schulleiterin Sibylle Wallner würdigte den scheidenden Pädagogen anhand zahlreicher Fotos, die seinen Lebensweg nachvollzogen.

Das gesamte Kollegium hatte sich im Lehrerzimmer versammelt, um Walter Kampf, der 27 Jahre lang in Velden tätig war, einen angemessenen Abschied zu bereiten. Mit dabei waren auch seine ehemaligen Weggefährten Johanna Galler, Frederike Zellner und Josef Dax. "Walter Kampf hinterlässt eine große Lücke", stellte die Schulleiterin fest. Eine der herausragenden Eigenschaften des beliebten Lehrers seien seine Freundlichkeit, Höflichkeit und galante Umgangsformen gewesen. "Ohne Walter wäre das Zusammensein nicht das gewesen, was es war", meinte sie. Sie bezeichnete ihn als äußerst engagierten Lehrer, der beispielsweise in seiner letzten Schulwoche noch eine Lesenacht mit seinen Siebtklässlern veranstaltet habe. In seinem Wirken sei er sehr flexibel gewesen, denn nachdem er jahrelang Grundschulkinder der dritten und vierten Klassen unterrichtet habe, sei er seit geraumer Zeit als Fünf- und Sechstklasslehrer an der Mittelschule tätig gewesen und habe in seinem letzten Dienstjahr sogar die siebte Klasse übernommen.

Der 1955 in Warjasch/Rumänien geborene Pädagoge wechselte nach der achten Jahrgangsstufe in eine "rumänische FOS" und absolvierte bis 1975 seine erste Lehrerausbildung. Danach trat er in Weidenthal an einer kleinen deutschen Schule seine erste Stelle an. Dort wirkte er in einer Klasse, in der die Jahrgangsstufen eins bis drei zusammengefasst waren. 1982 übersiedelte er nach Deutschland, wo er einen schwierigen Start hatte. Zunächst arbeitslos und in einem Übergangsheim untergebracht, musste er in Deutschland die Lehrerausbildung wiederholen, bevor er in Oberpöring in den Klassen eins bis drei tätig war. Im Jahr 1992 wurde Walter Kampf an die Volksschule Velden versetzt und unterrichtete seitdem ununterbrochen in den Jahrgangsstufen drei bis zuletzt sieben.

Dabei war es im stets ein besonderes Anliegen, jedes einzelne Kind zu fördern sowie grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen zu vermitteln. Das tat er immer in seiner herzlichen und schülerfreundlichen Art. Seine große Leidenschaft galt allerdings schon immer der Musik, die er seinen Schützlingen durch häufiges Singen näherbrachte. Als Chorleiter, Chef der gemischten Schüler- und Lehrerband sowie Akkordeonist bei Gottesdiensten und Veranstaltungen brachte er sich in vielfältiger Weise in das Schulleben ein. Diese Liebe zur Musik hatte ihren Ursprung bereits in Rumänien, wo er als erstes Instrument die Trompete erlernte. Später kamen Akkordeon, Keyboard und Gitarre hinzu. Zudem war die Beherrschung eines Instrumentes dort Zulassungsvoraussetzung für die Aufnahme eines Pädagogikstudiums.

Wie beliebt Walter Kampf im Kollegium war, zeigte sich in den aufwändigen und gelungenen Einlagen der Lehrerschaft, die die Lieder "Schön war die Zeit" und "Mit 66 Jahren", mit auf die Person des zukünftigen Pensionärs umgedichteten Texten, vortrug. Höhepunkt war allerdings eine auf ihn umgemünzte Persiflage der Lidl-Werbung "Supergeil".

Zurück