Grund- und Mittelschule Velden

Einblick in die Berufswelt erhalten

von Roland Regahl

Betriebsbesichtigung bei der Firma Strobl brachte viele Erkenntnisse

Am Freitag besuchten die Schüler der 7. und 8. Klasse die Firma Josef Strobl in See. Vertreten war ebenfalls Elektro-Netzwerk Ramsauer aus Velden, sodass die Mädchen und Jungen einen breitgefächerten Einblick in die Berufe als Anlagenmechaniker und Elektroniker erhielten.

Juniorchef Andreas Strobl stellte zunächst seine Firma und den Beruf „Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik vor. Hier erfuhren die interessierten Schüler, dass die Betriebe hauptsächlich Absolventen der Real- und Mittelschule einstellen. Gefordert sind vor allem handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, sorgfältiges Arbeiten und Teamfähigkeit. Dass die Ausbildung dual – also im Betrieb und in der Berufsschule- verläuft, wussten die Kinder bereits aus dem WiB-Unterricht. Die Ausbildungsvergütungen und vor allem die späteren Löhne zwischen 3100€ und 3300€ ließen aufhorchen. Strobl erläuterte, dass in seinem Betrieb ein gutes Betriebsklima herrscht und sowohl Gesellen als auch Auszubildende unterstützt und gute Leistungen entsprechend honoriert werden. Bei einem Gang durch die verschiedenen Abteilungen des Handwerkbetriebs konnten sich die Schüler ein genaues Bild von den Abläufen machen. Großes Interesse weckte dabei die Holzkraft-Anlage, die mittels Vergasung aus naturbelassenen Holzhackschnitzeln Strom und Wärme erzeugt.

Die beiden Auszubildenden und ehemaligen Veldener Schüler Moritz Kohl und Simon Häußler hatten abwechslungsreiche Stationen aufgebaut, an denen die Siebt- und Achtklässler verschiedene Tätigkeiten ausprobieren konnten. Aufmerksam verfolgten sie den Erklärungen und machten vom Aktivangebot reichlich Gebrauch.

Auch die Firma Elektro-Netzwerk-Ramsauer stellte ihren Betrieb und die unterschiedlichen Berufe als Elektroniker vor. Hier erfuhren die Schüler, dass es im Elektrobereich zahlreiche Fachrichtungen -von der Energie- und Gebäudetechnik-, über die Automatisierungstechnik bis hin zur Geräte- und Systemtechnik- gibt. Firmenchefin Barbara Ramsauer sprach von einem anspruchsvollen Beruf, der neben handwerklichem Geschick vor allem technisches Verständnis, abstraktes Denkvermögen und angesichts des Umgangs mit Strom Verantwortungsbewusstsein erfordert. Wichtig sind vor allem die Fächer Mathematik, Physik, Werken und Informatik. Auch hier durften die Schüler zahlreiche Tätigkeiten ausprobieren.

Nach mehr als zwei Stunden des Ausprobierens wurden die Schüler mit einer ausgiebigen Brotzeit in der Halle belohnt. Am Ende hatten sie neue Erfahrungen gemacht und viel über die angebotenen Berufe erfahren. Einige werden sich sicherlich um einen Praktikumsplatz oder eine Ausbildungsstelle bei den vertretenen Firmen bemühen.

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